Was ist ein Mandala?

Der Begriff Mandala entstammt der alten, heiligen Sprache der Inder. Er bedeutet einfach übersetzt: Kreis. Somit hat alles, was im weitesten Sinne mit einem Kreis zu tun hat, eine Beziehung zum Mandala.

Ein Mandala ist ein Ursymbol; Carl Gustav Jung würde sagen: ein Archetypus. Also ein in uns allen existierendes Zeichen, vermutlich älter als die Schöpfung selbst.
Das Mandala zeigt sich auf vielen Ebenen. Auf der kosmischen Ebene wird die Sonne im Zentrum von Planeten, unter ihnen unsere Mutter Erde, in annähernd kreisförmigen Bahnen umrundet.
Unser Sonnensystem ist Teil der Milchstraße, die sich wiederum spiralförmig um ein Zentrum dreht. Die Milchstraße ist Teil eines Universums, indem unzählige Sternensysteme sich um Zentren drehen und dessen Ende nicht abzusehen ist. Die Erde selbst ist durch ihre Kugelform ein dreidimensionales Mandala.
Die Mandala – Struktur lässt sich auf der Erde in allen Erscheinungsweisen der Natur beobachten. Als Bauplan in einem Schneckengehäuse und in der Form eines Seesterns. Eine Margeritte erblüht nach einem Mandala – Muster, ebenso Die Rose und andere Blumen.
Auf der zellularen Ebene, auf der atomaren und auf der subatomaren Ebene, wo sich die Form in Wohlgefallen auflöst und nur noch Energie um eine Mitte wirbelt.
Der Mensch selbst ist ein Mandala. Auf der bekannten Zeichnung von Leonardo da Vinci steht eine menschliche Gestalt in einem Pentagramm, das von einem Kreis umschrieben wird.
In den Formen, die der Mensch zustande gebracht hat, findet sich das Mandala vom Teller bis zur Fußballarena.
Schon die alten Ägypter bauten ihre Pyramiden, deren vier Ecken von Oben gesehen, von einem imaginären Kreis verbunden sind, dessen Mittelpunkt die Pyramidenspitze ist. Hier taucht auch der Begriff der MER-KA-BA zum ersten mal auf. Übersetzt als “Blume des Lebens” bildet sie von den Ägyptern bis zu den Designern chinesischer Raumteiler ein grundlegendes Muster, als ein Muster der Entfaltung göttlicher Energie.
Drunvalo Melchizedeck ist ein lebender Zeitgeist, der unermüdlich in Workshops und öffentlichen Vorträgen auf die tiefgründige Bedeutung des MER-KA-BA – Musters aufmerksam macht.

Zwischen MER-KA-BA und dem ÄTZ-HA-CHAIM, dem kabbalistischen Lebensbaum, besteht eine innige Verwandtschaft.
Neben der Architektur war die Kunst immer eine Tummelstätte für die zentrale Form der Mitte. Sei es auf altphönizischen Tonkrügen oder auf den Bildern des abstrakten Künstlers Jose Miro entdecken wir den Kreis. Und wo wir ihn nicht finden, ist er dennoch als unsichtbare Konstruktionsgrundlage vorhanden; etwa auf dem Fresco “Das letzte Abendmahl”, Jesus als Mittelpunkt des Bildes bewirtet seine Jünger.

Aber auch in den praktische Dingen des alltäglichen Lebens zeigt sich der Urkreis in Form einer Tasse, eines Regenschirms oder eines Autoreifens. Oft ist es das einfach praktische das das Kreisrunde bei der Formgebung obsiegen lässt; man denke sich einen quadratische Reifen! Hier kommt das Quadrat ins Spiel, als ewiger Gegenspieler des Kreises. Da gelingt es dem Quadrat sich als Konstruktionsgrundlage von architektonischen Räumen oder den Ausmaßen eines Buches durchzusetzen. Vielleicht ist das Quadrat auch nur ein dem Praktischen angepasster Kreis.
Wir hörten schon von Carl Gustav Jung, der es im vergangenen Jahrhundert fertig brachte, die Begriffe kollektives Unterbewusstsein, Archetypus und Synchronizität zu prägen. Auch C.G. Jung malte jeden Tag sein Mandala und ließ auch seine Patienten an diesem Ursymbol gesunden.

Denn wer seine Mitte findet, den Kreis also schließt, die Gegensätze vereinigt, sein Licht erkennt und seinen Schatten akzeptiert, ist heil geworden. Die beste Voraussetzung auch heilig zu werden.


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