Die acht Manifestationen von Guru Rinpoche

In Tibet wird Padmasambhava als der zweite Buddha verehrt. Er meditierte in vielen Höhlen, die bis heute bedeutende Pilgerstätten sind. In der Nähe seiner Meditationsorte hinterließ Padmasambhava zahlreiche Hand- und Fußabdrücke im Felsen, die immer noch zu sehen sind. In den Höhlen versteckte er zusammen mit seiner Gefährtin und Schülerin Yesha Tsogyel
viele Texte (tib, Terrnas), die zu späteren Zeiren von berufenen Meistern (tib.: Tertöng) wieder gefunden wurden.

Padmasambhava ist zahlreichen Yoginis und Yogis während der Meditation in immer wieder anderen Verkörperungen erschienen. Die bekanntesten werden die ,,Acht Manifestationen von Guru Rinpoche” genannt.

Diese acht Erscheinungen sind:

1. Guru Rinpoche. Er ist in königliche Gewänder gekleidet, wie auf der Karte abgebildet.

2. Guru Shakya Senge. Er erscheint in der Form von Buddha Shakyamuni in Mönchsgewändern, eine Gpferschale haltend.

3. Pema Gyalpo. Sein Name bedeutet “Lotuskönig”. In seiner Kopfbedeckung sitzt das wunscherfüllende Juwel (skrt. Chintamani).

4. Urgyen Dordsche Tschang. Er manifestiert sich zusammen mit seiner Gefährtin Prajnaparamita in der Yab- Yum-Stellung. Er hat eine tief blaue Körperfarbe und hält Vajra und Glocke in Händen. Seine Partnerin, von weißer Körperfarbe, hält eine Schädelschale, gefüllt mit Amrita.

5. Nyima Odzer. Er ist der “Sonnenstrahlguru”. Mit einem Tigerfell beklei­ det, trägt er eine Krone aus Totenköpfen. Sein Meditationsort ist ein Leichenverbrennungsplatz.

6. Lodan Tschoksey. Sein Name bedeutet “der Weise, der nach Vollkommenheit strebt”. In seinem Gürtel steckt ein Dolch (tib. Phurba), dessen Griff vom Kopf Hayagrivas geschmückt wird.

7. Guru Senge Dradok. Er lehrt mit der “Stimme eines Löwen”. Als Halsschmuck trägt er eine Kette aus Totenköpfen, sein Gesicht ist zornvoll Mit seinen Füßen zermalmt er alle Feinde des Dharma.

8. Dordsche Drole. Hm dunkelbrauner Körperfarbe, erscheint er in einer zornvollen Form als Dämonenbezwinger. Er ist von einer Feuer-Aureole umgeben, deren Flammen alle Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung verbrennen.

So wunderbar wie Padmasambhavas Geburt in einer Lotusblüte war, endete auch sein irdisches Dasein. Er bestieg eines Tages ein blaues Pferd, erhob sich mit der Hilfe von vier Dakinis in die Lüfte und verschwand in Richtung Südosten.

Padmasambhava als hochqualitativen Leinwanddruck:


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